BMA – Betriebsanleitung
- Dokumentversion: 1.0
- Dokumentstand (Datum): 16.03.2026
- Hersteller: Bernard Technologies GmbH, Auweg 20, 6112 Wattens, Österreich
Der BMA ist ein intelligenter optischer Detektor zur permanenten Erfassung von bewegtem sowie stationärem Verkehr.
1. Produktübersicht
Produktidentifikation
- Produktname: BERNARD Mobility Analyser (BMA)
- Modelle:
- BMA-V3-27 (2,7 mm Brennweite)
- BMA-V3-60 (6 mm Brennweite)
- Hardware-Revision: v3
Kurzbeschreibung
Der BMA erfasst Bilddaten mittels integrierter Kamera und wertet diese direkt aus. Innerhalb des Bildbereichs werden Objekte detektiert und klassifiziert. Mittels Event-Trigger können Events generiert werden, welche als JSON über MQTT übermittelt werden. Der BMA nutzt ein integriertes LTE-Datenmodul zur Kommunikation. Die zentrale Verwaltung erfolgt im Control Center.
Zielgruppe und Qualifikation
Installation und Inbetriebnahme dürfen nur durch geschultes Fachpersonal erfolgen.
Der Betrieb ist nur durch eingewiesene Anwender zulässig.
Verantwortung des Betreibers
Der Betreiber ist verantwortlich für die Einbindung des BMA in ein übergeordnetes System sowie für die Bewertung der vom Gerät bereitgestellten Detektionsdaten und Ereignisse.
Bestimmungsgemäße Verwendung
Der BMA darf zur permanenten Erfassung von Verkehr eingesetzt werden, z.B. für:
- Verkehrszählung (Querschnitt)
- Knotenpunkterhebung (Abbiegebeziehungen)
- Parkraumüberwachung
Nicht bestimmungsgemäße Verwendung
Der BMA ist nicht vorgesehen für:
- Sicherheitsrelevante Funktionen, bei denen Fehl- oder Nichtdetektion zu Personen- oder Sachschäden führen kann
- Rechtssichere Beweissicherung oder Überwachung im Sinne hoheitlicher Aufgaben
- Betrieb außerhalb der spezifizierten Betriebsbedingungen oder bei verdecktem/ungeeignetem Sichtfeld
2. Sicherheit
Signalwörter und Symbole
GEFAHR
Gefahrensituation, die bei Nichtbeachtung zu schweren Verletzungen oder Tod führt.
WARNUNG
Gefahrensituation, die bei Nichtbeachtung zu schweren Verletzungen oder Tod führen kann.
VORSICHT
Gefahrensituation, die bei Nichtbeachtung zu leichten oder mittleren Verletzungen führen kann.
HINWEIS
Sachschaden möglich oder wichtige Zusatzinformation.
Allgemeine Sicherheitshinweise
- Installation nur durch qualifiziertes Personal.
- Leiter oder Hubarbeitsbühne bei Arbeiten in der Höhe sichern.
- Arbeitsbereich bei Montage gegen herabfallende Teile sichern.
Hinweise zur elektrischen Sicherheit
- Stromversorgung vor Installation und Verdrahtung trennen; Arbeiten an elektrischen Anschlüssen nur im spannungsfreien Zustand durchführen.
- Stromversorgung ausschließlich gemäß Produktspezifikation herstellen.
- Kabel und Stecker vor Inbetriebnahme auf Beschädigungen prüfen.
- Bei beschädigten Leitungen/Steckern den BMA außer Betrieb nehmen und Support kontaktieren.
Hinweise zur mechanischen Sicherheit
- Montage nur an geeigneten, tragfähigen Masten/Unterkonstruktionen durchführen.
- Sicherstellen, dass Detektor und Montagehalterung fest befestigt sind.
- Alle Befestigungselemente fachgerecht anziehen.
- Nach der Montage Sichtprüfung durchführen (fester Sitz, keine losen Teile).
IP-Schutz und Umgebungsbedingungen
- Für die Gewährleistung des IP-Schutzes Kabelanschlüsse nach unten ausrichten und Steckverbindungen vollständig verriegeln.
- Kabel fachgerecht verlegen und Zugentlastung sicherstellen.
-
Den Detektor nur innerhalb der spezifizierten Betriebsbedingungen betreiben (siehe Technische Daten).
-
Gerät nicht öffnen (keine wartbaren Teile im Inneren; Öffnen führt zum Verlust der Garantie).
3. Technische Daten
| Allgemein | |
|---|---|
| Funktion | Permanente Erfassung von bewegtem und stationärem Verkehr |
| Typische Anwendungsbereiche |
|
| Erfasste Objektklassen (Modell Traffic & Parking Accuracy+) |
12+1 (Siehe Traffic & Parking Objektklassen) |
| Erfassungsgenauigkeit* (Modell Traffic & Parking Accuracy+) *) Bei optimaler Ausrichtung und Kalibrierung |
|
| Geschwindigkeitsabschätzung *) Bei optimaler Ausrichtung und kalibriertem System mit einem Abschnitt von 10 m. |
|
| Objektgeschwindigkeit | < 130 km/h |
| Tag / Nacht | Ja / Ja (mit IR-Beleuchtung) |
| Montage-Parameter | |
| Befestigungsart | Mastbefestigung, Spannbereich Durchmesser 60–150 mm |
| Montagehöhe | 3,5 bis 12 m Hinweis: Eine größere Montagehöhe kann helfen, die Verdeckung von Objekten durch große Fahrzeuge zu reduzieren. ![]() |
| Horizontaler Montagewinkel | 0°–360° Hinweis: Ein Montagewinkel von ca. 15° liefert bei der Klassifizierung in der Regel bessere Ergebnisse, da seitlich mehr Objektdetails sichtbar werden, z. B. Räder und Achsen. ![]() |
| Elektrische Kennwerte | |
| Spannungsversorgung | 12–48 V DC |
| Maximale Leistungsaufnahme | 20 W |
| Durchschnittliche Leistungsaufnahme |
|
| Konnektivität | |
| Technologie | LTE Cat-4 |
| 4G-Bänder | Global: B1, B2, B3, B4, B5, B7, B8, B8_US, B9, B12, B13, B14, B18, B19, B20, B25, B26, B28 |
| SIM-Format | Nano-SIM |
| Übertragungsprotokoll/-format | MQTT / JSON (Event-Schema) |
| Umweltbedingungen | |
| Betriebsbedingungen | -20° C bis +50° C |
| Schutzklasse | IP65 |
| Abmessungen und Gewicht | |
| Geräteabmessungen ohne Halterung | 17,8 cm x 11,9 cm x 10,9 cm (L x B x H) |
| Gerätegewicht mit Halterung | 880 g |
| Verpackungsmaße | 32,5 cm x 23,5 cm x 23 cm (L x B x H) |
| Verpackungsgewicht | 2,3 kg |
Maßzeichnung
Distanzen zu Objekten
Die folgenden Distanzbereiche zeigen, in welchen Entfernungen Objekte abhängig von Brennweite und Ausrichtung erkannt werden können.
BMA-V3-27
| Brennweite (mm) | Sichtfeld H/V (°) | Ausrichtung | Person/Fahrrad (m) | Pkw/Van (m) | Lkw/Bus (m) |
|---|---|---|---|---|---|
| 2.7 | 93 / 61 | Nahbereich | 0 — 15 | 0 — 15 | 0 — 15* |
| 2.7 | 93 / 61 | Fernbereich | 7 — 20 | 7 — 40 | 7 — 60 |
Beispielansicht Brennweite 2,7 mm (Reichweiten- und Sichtfeldbeispiel).
BMA-V3-60
| Brennweite (mm) | Sichtfeld H/V (°) | Ausrichtung | Person/Fahrrad (m) | Pkw/Van (m) | Lkw/Bus (m) |
|---|---|---|---|---|---|
| 6.0 | 55 / 30 | Nahbereich | 5 — 20 | 5 — 20 | 5 — 20* |
| 6.0 | 55 / 30 | Fernbereich | 10 — 40 | 10 — 60 | 10 — 90 |
Beispielansicht Brennweite 6,0 mm (Reichweiten- und Sichtfeldbeispiel).
Legende:
*Lange Lkw/Busse ggf. nicht vollständig im Sichtfeld.Nahbereich: BMA nach unten geneigt montiert.Fernbereich: BMA mit horizontnaher Ausrichtung montiert.
Hinweis
Installationshöhe 6 m, klare Sichtlinie, ausreichend Licht vorhanden.
4. Lieferumfang
☐ 1 x BMA
☐ 1 x Montagehalterung
☐ 2 x Schlauchschellen (Innendurchmesser 60-150 mm; Breite 9 mm)
☐ 1 x Stromkabel 15 m (0,75 mm²)
☐ 1 x Quickstart Installation
Nicht enthalten: Montagewerkzeuge oder anderes Zubehör wie Netzteil, Ethernet-Kabel.
5. Montage und Installation
SIM-Karte einsetzen/tauschen (optional)
Das Gerät wird standardmäßig bereits mit SIM-Karte ausgeliefert. In diesem Fall kann dieser Abschnitt übersprungen werden.
Elektrische Sicherheit
SIM-Karte nicht im laufenden Betrieb tauschen. Vor dem Öffnen der Wartungsklappe muss das Gerät spannungsfrei sein.
Empfehlung
SIM-Karte vor der Montage in einer sauberen, trockenen Umgebung bei Raumtemperatur tauschen (nicht im Feld).
Benötigt: Pinzette, Nano-SIM
-
Wartungsklappe öffnen, indem der Gummistopfen vorsichtig herausgezogen wird.
Wartungsklappe / Gummistopfen
-
Falls vorhanden: SIM-Karte entfernen. Die SIM-Karte durch Eindrücken entriegeln und mit der Pinzette entnehmen.
Hinweis
Darauf achten, dass die SIM-Karte nicht ins Gehäuse fällt. Das Gehäuse darf nicht geöffnet werden.
-
Neue SIM-Karte mit der Pinzette einsetzen.
-
Gummistopfen sorgfältig schließen und sicherstellen, dass er vollständig dichtet.
Hinweis
Ein nicht korrekt eingesetzter Gummistopfen kann zur Undichtheit und damit zum Defekt des Gerätes führen.
-
Gegebenenfalls muss der APN in der Netzwerkkonfiguration der Serviceschnittstelle konfiguriert werden.
Mechanische Montage
Für die Montage benötigtes Werkzeug:
| Werkzeug | Abbildung |
|---|---|
| Innensechskantschlüssel 5 mm | ![]() |
| Ringschlüssel 7 mm | ![]() |
| Kreuzschlitzschraubendreher PH2 | ![]() |
Arbeiten in der Höhe
Leiter oder Hubarbeitsbühne sichern und den Arbeitsbereich gegen herabfallende Teile absichern.
Vertikaler Mast
-
BMA am Mast befestigen.
- 2× Schlauchschellen durch die beiden Öffnungen der Halterung führen und am Mast befestigen (Kreuzschlitzschraubendreher PH2). Die horizontale Ausrichtung des BMAs erfolgt durch Drehen des Gerätes am Mast.
Montage am vertikalen Masten. Horizontale Ausrichtung.
-
BMA ausrichten.
- 4× Innensechskantschrauben leicht lösen (Innensechskantschlüssel 5 mm).
- Gerät vertikal ausrichten. Anschließend alle Schrauben festziehen.
Vertikale Ausrichtung
Horizontaler Mast
-
Montagehalterung für horizontale Mastmontage vorbereiten.
- 4× Sechskantmuttern an der Rückseite lösen (Ringschlüssel 7 mm).
Halterung für horizontale Mastmontage vorbereiten
- Halterung um 90° drehen.
- Halterung wieder befestigen (4× Sechskantmuttern, Ringschlüssel 7 mm).
Drehmoment
Maximales Anzugsmoment von 1,3 Nm beachten.
-
BMA am Mast befestigen.
- 2× Schlauchschellen durch die beiden Öffnungen der Halterung führen und am Mast befestigen (Kreuzschlitzschraubendreher PH2).
- BMA durch Rotation am Masten vertikal ausrichten.
Montage am horizontalen Masten. Vertikale Ausrichtung.
-
BMA ausrichten.
- 4× Innensechskantschrauben leicht lösen (Innensechskantschlüssel 5 mm).
- BMA horizontal ausrichten.
Horizontale Ausrichtung.
Sichtprüfung
Nach der Montage Sichtprüfung durchführen (fester Sitz, keine losen Teile).
Ausrichtung / IP-Schutz
Gerät nach oben ausrichten, Kabelanschlüsse nach unten.
Elektrischer Anschluss
Elektrische Sicherheit
Stromversorgung vor Installation und Verdrahtung trennen; Arbeiten an elektrischen Anschlüssen nur im spannungsfreien Zustand durchführen. Stromversorgung ausschließlich gemäß Produktspezifikation (12–48 V DC) herstellen und Kabel/Stecker vor Inbetriebnahme auf Beschädigungen prüfen.
- Mitgeliefertes Kabel direkt oder verlängert an ein 12–48 V DC-Netzteil (nicht mitgeliefert) anschließen. Für geringen Spannungsverlust wird 48 V empfohlen.
- Braun = V+ (positive Versorgungsspannung), Blau = V- (negative Versorgungsspannung) (12–48 V DC)
-
Stromstecker am Gerät anschließen, bis ein Klick hörbar ist.
Stromstecker am Detektor (bis zum hörbaren Klick einstecken)
Hinweis
Masthalterung mit möglichst kurzer Leitung an die lokale Erdung anschließen, um die Störfestigkeit zu optimieren.
6. Inbetriebnahme
- Netzteil mit Strom versorgen.
- Erwartetes LED-Verhalten:
- Power-LED (links) leuchtet zunächst rot, blinkt anschließend rot und leuchtet danach dauerhaft grün. Dauer bis zum dauerhaften grünen Zustand: < 1 Minute.
- Konnektivitäts-LED (rechts) blinkt zu Beginn blau und leuchtet anschließend dauerhaft grün. Dauer bis zum dauerhaften grünen Zustand: < 3 Minuten.
- Bei Abweichungen vom erwarteten Verhalten siehe Fehlersuche.
- Erwartetes LED-Verhalten:
- Einrichtung
- Im Control Center Kamerabild des Gerätes abrufen und bei Bedarf Feinjustierung der Montageausrichtung vornehmen.
- Siehe: Gerätekonfiguration im Control Center
7. Betrieb / Bedienung
7.1 Betrieb über Control Center
Im Normalbetrieb erfolgt die Verwaltung des BMA zentral über das Control Center.
- Gerätekonfiguration durchführen: Modellauswahl, Event-Trigger und Definition von Regeln. Siehe: Gerätekonfiguration im Control Center.
- Gerätestatus und Verbindung überwachen sowie Alarme anlegen: Monitoring & Status, Monitoring & Alarme
- Updates regelmäßig einspielen: Geräte-Update
7.2 Service-Interface
Das Service-Interface dient der lokalen Inbetriebnahme und Vor-Ort-Diagnose.
Voraussetzungen
- Notebook mit Windows 11, macOS oder Linux; als Browser wird Google Chrome verwendet (mDNS muss unterstützt werden).
- Ethernet-Kabel mit M12-Stecker (D-kodiert, 4-polig) und RJ45-Stecker.
Zugriffsschritte
- M12-Stecker am BMA anschließen (vorher Schutzkappe der M12-Anschlussbuchse am BMA entfernen).
- RJ45-Stecker am Notebook einstecken.
- Unter Linux muss eventuell beim Netzwerk-Interface bei IPv4-Methode “Link-Local only” ausgewählt werden.
- Browser öffnen und
http://bma.localaufrufen (direkte Verbindung Notebook ↔ BMA).- Falls mDNS bei direkter Verbindung nicht verfügbar ist, als Fallback die Adresse
http://169.254.42.1verwenden. - Wenn der BMA per DHCP im Netzwerk eingebunden ist, erfolgt der Zugriff über
http://<Seriennummer>.local, z. B.http://G-A2603-0001.local.
- Falls mDNS bei direkter Verbindung nicht verfügbar ist, als Fallback die Adresse
- Nach dem Trennen des Kabels Schutzkappe der M12-Anschlussbuchse am BMA wieder montieren.
Passwort ändern (Pflicht)
Standard-Login für das Service-Interface: Benutzername admin, Passwort = erstes Segment der Geräte-ID (im Control Center angezeigt, bis zum ersten -).
Beispiel: Geräte-ID 39b7b668-c7fd-4e91-9d65-b3ab96ebe3f2 → initiales Passwort 39b7b668.
Das initiale Passwort ist gerätespezifisch und sollte beim ersten Login geändert werden. Passwort-Richtlinie: siehe Konto im Service-Interface.
Hinweis
Das Service-Interface ist für Vor-Ort-Service vorgesehen. Im Regelbetrieb erfolgt die Verwaltung über das Control Center.
Funktionen im Service-Interface
Das Service-Interface unterstützt Servicetechniker bei der Inbetriebnahme, der Vor-Ort-Prüfung und der Störungsanalyse.
Übersicht
Übersicht mit Geräte-, Status- und Modeminformationen.
- Geräteinformationen einsehen (z. B. Seriennummer, OS-Version).
- Gerätestatus:
- Applikationsstatus (Curiosity): Status der Videoverarbeitung.
- Fehler: Applikationsfehler (siehe 8. Fehlerdiagnose / Störungsbehebung).
- Standby: Die Applikation ist aktuell nicht aktiv.
- Läuft: Applikation aktiv, Verarbeitung und Regelauswertung laufen regulär.
- Konnektivitätsstatus:
- Keine: Keine aktive Verbindung (siehe 8. Fehlerdiagnose / Störungsbehebung).
- Internet: Internetverbindung vorhanden.
- Control Center: Verbindung zum Control Center aktiv.
- Remote Support:
- Verfügbar: Fernsupport ist möglich.
- Nicht verfügbar: Fernsupport ist derzeit nicht möglich.
- Applikationsstatus (Curiosity): Status der Videoverarbeitung.
- Modem-Status:
- Signalstärke
- Netzbetreiber
- Zugangstechnologie
- Verbindungsdauer
- Übertragene Daten (RX = empfangen, TX = gesendet)
- Gerät bei Bedarf kontrolliert neu starten.
Live-Video
- Verfügbare Streams auswählen und das Kamerabild zur Sichtprüfung sowie zur Ausrichtungsprüfung verwenden.
Netzwerk
Netzwerk- und APN-Konfiguration im Service-Interface.
- APN-Daten der SIM-Karte konfigurieren.
- Ethernet-Einstellungen prüfen/anpassen (DHCP, IP, Netzmaske, Gateway, DNS).
Diagnose
Diagnoseansicht mit Ping-/DNS-Test und Log-Sammlung.
- Konnektivitätstests über Ping und DNS durchführen.
- Latenz sowie Ping-/DNS-Status zur Fehlerlokalisierung nutzen.
- Logs sammeln und für Supportfälle bereitstellen.
Konto
Kontoverwaltung zur Änderung des lokalen Service-Passworts.
- Lokales Service-Passwort ändern.
Passwort-Richtlinie
Mindestens 8 Zeichen, mindestens ein Großbuchstabe, eine Zahl und ein Sonderzeichen.
8. Fehlerdiagnose / Störungsbehebung
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Maßnahme |
|---|---|---|
| Power LED leuchtet nicht | Keine oder unzureichende Stromversorgung | - Mit Multimeter prüfen, ob 12–48 V DC am Gerät anliegt. - Sicherstellen, dass die erforderliche Leistung der Stromversorgung verfügbar ist. |
| Power LED bleibt auf Dauer rot | System nicht gestartet | Support kontaktieren |
| - Power LED rot blinkend - Applikationsstatus = Fehler |
Applikationsfehler / System-Applikation läuft nicht korrekt | - Im Service-Interface Logdateien sammeln und beim Kontakt mit dem Support bereitstellen. |
| - Konnektivität LED blau blinkend - Service-Interface Konnektivitätsstatus = Keine |
Keine aktive Datenverbindung (SIM/APN/Netz) | - Im Service-Interface Signalstärke prüfen. - Im Service-Interface APN-Einstellungen des Netzbetreibers prüfen (bei mitgelieferten SIM-Karten leer lassen). - Prüfen, ob SIM-Karte korrekt eingesetzt ist. - Gegebenenfalls SIM-Karte in einem anderen Gerät prüfen. |
9. Transport und Lagerung
- Detektor nach Möglichkeit in der Originalverpackung transportieren und vor Stößen, Vibrationen und Feuchtigkeit schützen.
- Schutzkappen/Steckverbinder vor Verschmutzung schützen; keine Zugbelastung auf Kabel/Stecker.
- Lagerung trocken und staubarm, Lagertemperatur: -40 °C bis +85 °C.
10. Wartung und Service
Der Detektor ist wartungsfrei. Bei Bedarf Linse/Regenhaube reinigen und die Montage (Schlauchschellen/Schrauben) regelmäßig auf festen Sitz prüfen.
Reinigung:
- Linse/Regenhaube mit weichem, fusselfreiem Tuch reinigen (bei Bedarf leicht angefeuchtet).
- Keine aggressiven Reinigungsmittel, Lösungsmittel oder scheuernden Hilfsmittel verwenden.
- Kein Hochdruckreiniger/kein direkter Wasserstrahl auf Steckverbindungen.
11. Außerbetriebnahme und Demontage
GEFAHR
Stromversorgung vor Demontage abschalten und sicherstellen, dass der Detektor spannungsfrei ist.
VORSICHT
Die rückseitige Metallplatte des Geräts kann im Betrieb heiß werden.
- Stromversorgung abschalten.
- Steckverbindung(en) lösen und Kabel zugentlasten/abnehmen.
- Detektor gegen Herabfallen sichern und Schlauchschellen lösen.
- Detektor mit Halterung abnehmen und für Transport/Lagerung verpacken (siehe Transport und Lagerung).
12. Konformität und Entsorgung (EU)
Datenschutz
Der Detektor ist zur Erfassung anonymisierter Verkehrsdaten vorgesehen. Der Betreiber ist verantwortlich für die Einhaltung datenschutzrechtlicher Anforderungen (z.B. DSGVO) im jeweiligen Einsatzkontext.
Konformität
Das Produkt ist für den Einsatz in der EU vorgesehen. Das Gerät enthält ein Funkmodul (LTE); daher können u.a. Anforderungen der Funkanlagenrichtlinie (RED, 2014/53/EU) relevant sein. Die EU-Konformitätserklärung (DoC) und Informationen zur CE-Kennzeichnung erhalten Sie über den Support.
Entsorgung
- Verpackungsmaterialien getrennt sammeln und gemäß lokalen Vorgaben entsorgen.
- Elektro-Altgeräte nicht im Hausmüll entsorgen; getrennt sammeln und einer umweltgerechten Verwertung zuführen.
13. Kontakt
Bei Fragen oder Problemen:
- Support-Center: Support
- E-Mail: service@bernard-gruppe.com
- Telefon: +43 5223 5840 10160, +49 221 222825 60
- Für eine schnelle Bearbeitung bitte bereithalten: Seriennummer, Hardware-Revision, Installationsort, kurze Fehlerbeschreibung



















